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Förderung von Kinderbetreuung in Europa - Internationale Vergleichsstudie von Yoopies

Paris, 15. Mai 2019 - Anlässlich der Europawahlen veröffentlicht Yoopies, die führende Vermittlungsplattform für Kinderbetreuung in Europa, ihre erste Vergleichsstudie zur finanziellen Förderung von Kinderbetreuung in Dänemark, Finnland, Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien sowie dem Vereinigten Königreich. Der Europatitel für Kinderbetreuung geht seit Jahren klar an die skandinavischen Länder während der Süden Europas (Spanien und Italien) hinterherhinkt. Deutschland und das Vereinigte Königreich konnten in den letzten Jahren aufholen...


Steuerabzüge werden in allen Ländern gewährt

Steuerabzüge für Kinderbetreuungskosten stellen die häufigste Art staatlicher Unterstützungsleistungen in den untersuchten Ländern dar. Höhe und Konditionen variieren dabei stark von Land zu Land. Während Familien hierzulande 2/3 ihrer Kinderbetreuungskosten, maximal 4000 € pro Jahr und Kind als Sonderausgaben steuerlich geltend machen können, beschränkt sich die Leistung in einigen Regionen Spaniens auf 10 % Abzug. In Frankreich können Eltern jährlich bis zu 7.4000 € der Kosten für häusliche Kinderbetreuung von der Steuer absetzen. Entscheidend ist dabei auch das Alter der Kinder: Der deutsche Fiskus gewährt den jährlichen Abzug für Kinder bis 14 Jahren.  In Spanien gilt die Leistung für Familien mit Kindern unter 3 Jahren sowie in Frankreich für Kinder bis 6 Jahre.

 

Eine Vielzahl weiterer Förderungsleistungen

Um die Haushaltskasse von Familien zu entlasten, gewähren die europäischen Regierungen diverse weitere Unterstützungsleistungen. Ähnlich der Politik der vollständigen bzw. teilweisen Beitragsfreiheit in deutschen Kitas, profitieren Familien im Vereinigten Königreich seit 2017 von 15 bis 30 Stunden kostenloser Kinderbetreuung pro Woche. Je nach Einkommen übernehmen die lokalen Behörden in Dänemark zwischen 70 und 100 % der Kita-Kosten. In Italien hilft der “Bonus Asilo Nido” die Betreuungskosten zu senken. Dieser ist zwar auf maximal 1500€ pro Jahr und Kind begrenzt, steht aber allen Eltern einkommensunabhängig zur Verfügung.


Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz
2013 wurde in Deutschland der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder zwischen 1 und 3 Jahren eingeführt. Damit folgte die Bundesregierung dem Beispiel der skandinavischen Nachbarn: In Norwegen besteht ein solcher Anspruch bereits seit 2009, in Schweden sogar seit 1995. Auch in Dänemark und Finnland sind Betreuungsplätze auf diese Weise rechtlich verankert.



Darüber hinaus: Kindergeld, Geburtsbonus, Rabatte...

Neben diesen rein kinderbetreuungsorientierten Förderungen finden sich in den untersuchten Ländern weitere, zum Teil ähnliche staatliche Familienleistungen wie etwa das Mutterschaftsgeld, Rabatte für kulturelle Aktivitäten oder Zuschüsse für Alleinerziehende. Wie in Deutschland erhalten auch Familien in den Niederlanden, Dänemark, Schweden und Finnland zudem einkommensunabhängig Kindergeld. Frankreich konzentriert sich in erster Linie auf Großfamilien und bezuschusst Eltern mit mehr als 3 Kindern mit bis zu 257 € pro Monat. Die Förderung ist jedoch einkommensabhängig. Französische Familien mit niedrigem Einkommen haben zudem die Möglichkeit, einen Geburtsbonus von 945 € zu beantragen.

 

Ausbau der Kinderbetreuung: eine Priorität in Europa

Mit Blick auf die Förderung von Kinderbetreuung formulierte der Europäische Rat bereits 2002 in Barcelona: 90 % der Kinder von 3 Jahren bis zum schulpflichtigen Alter und 33 % der Kinder unter 3 Jahren müssen in allen EU-Ländern Zugang zu einer erschwinglichen und hochwertigen Kinderbetreuung haben (vgl. Presidency conclusions, Barcelona European Council 15-16 March 2002). Obwohl die Ziele von Barcelona heute insgesamt erreicht sind, bestehen nach wie vor starke Unterschiede zwischen den Ländern. Infolgedessen hat die Europäische Kommission ihre Botschaft in einem Bericht von 2018 erneut bekräftigt: "Betreuungspflichten sind der Hauptgrund für die geringe Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen, die sich auf 370 Milliarden Euro pro Jahr beläuft und für Europa Verluste bedeutet". So ist eine qualitativ hochwertige und bezahlbare Kinderbetreuung auch heute noch von "entscheidender Bedeutung" (vgl. Barcelona objectives, European Commission, 2018).

"6 von 10 Eltern in Europa nennen Kosten als Haupthindernis für den Zugang zu Kinderbetreuungseinrichtungen", erklärt Cornelia Aburahma, Leiterin der deutschsprachigen Märkte bei Yoopies. "Um diese Barriere zu überwinden, erwarten wir, dass die Länder der Europäischen Union die Unterstützungsleistungen für Kinderbetreuung in den kommenden Jahren ausbauen werden."

 

Entdecken Sie hier unsere vergleichende Infografik zur Förderung von Kinderbetreuung in Europa.

 

 

Für ein Interview zu Yoopies steht Ihnen Frau Cornelia Aburahma, Head of Strategy Germany, zur Verfügung.

Pressekontakt:

Cornelia Aburahma
cornelia@yoopies.com
 +33 (0) 1 48 07 05 41

 

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