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Steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungsausgaben im Privatbereich (Babysitter, Nanny, etc.)

Die Rechtslage in Deutschland kann manchmal etwas kompliziert sein. Tasächlich gibt es aber in den verschiedensten Bereichen häufig steuerliche Begünstigungen, von denen man profitieren könnte, wenn man nur darüber Bescheid wüsste. So auch bei der Kinderbetreuung. Das wichtigste dazu erfahrt Ihr hier.
Zunächst darf einmal festgehalten werden: Ja, der Staat unterstützt seine Bürger in Deutschland auch bei Kinderbetreuung im privaten Bereich. Dafür gibt es auch ganz klare gesetzliche Grundlagen, die aber nicht jeder kennt. Im Wesentlichen gibt es zwei Möglichkeiten die Kosten für Kinderbetreuung im Privaten legalerweise mit nicht versteuerten Mitteln zu decken. Einmal geht das als Privatperson über den § 10 des Einkommensteuergesetzes, Art. 5 und außerdem über den Arbeitgeber aufgrund des § 3 Art. 34a, b). In jedem Fall musst Du deine Helfer aber anmelden (siehe dritter Absatz).

Als Privatperson

Generell darfst Du gemäß § 10, Art. 5 des Einkommensteuergesetzes zwei Drittel deiner jährlichen Betreuungsausgaben bis zu einer Gesamthöhe von maximal 4000€ jährlich pro Kind von deinem steuerbaren Einkommen absetzen. Dazu gibt es aber allerdings noch einige Bedingungen. Zunächst muss das Kind rechtlich zu deinem Haushalt gehören. Darüber hinaus darf das betreute Kind noch keine 14 Jahre alt sein, es sei denn es hat eine schwere körperliche oder geistige Behinderung. In letzterem Fall wird die Altersgrenze auf 25 angehoben.
Letztendlich kommt noch eine häufig erschwerende Bedingung hinzu: Der Betreuer muss dir eine schriftliche Rechnung über die genaue Leistung ausstellen. Zudem muss die Zahlung auf dem Konto des Erbringers der Leistung eingehen. Dies ist in der Praxis häufig schwierig zu bewerkstelligen, über Yoopies aber ganz einfach. Wenn Du dir einen Account erstellst, kannst Du nicht nur neue Betreuer finden, sondern auch deine bestehenden Betreuer anmelden, über Yoopies buchen und online bezahlen. Die Rechnungserstellung wickelt Yoopies dann monatlich für dich ab. Insgesamt kannst Du dir dadurch je nach Steuerklasse bis zu 1800€ pro Jahr und Kind sparen. Unter die Maximalgrenze fallen die Gesamtsumme aus Kindergarten/KiTa, Tagesmutter, Babysitter und Nanny-Ausgaben. Ausgaben für Leistungen die über die Betreuung hinausgehen, wie Sportunterricht oder Nachhilfe, fallen nicht darunter. Bei Au-Pairs wird in der Regel davon ausgegangen, dass 50% der Entschädigung die sie für ihre Dienste erhalten, der Kinderbetreuung zuzurechnen ist.

Als Arbeitnehmer

Arbeitgeber haben in Deutschland die Möglichkeit ihren Arbeitnehmern statt mit einer steuerpflichtigen Gehaltserhöhung mit anderen, steuerfreien Leistungen entgegenzukommen, die dementsprechend für den Arbeitnehmer am Ende mehr wert sind. So auch durch finanzielle Unterstützung bei den Kinderbetreuungsausgaben. Diese Möglichkeit ist ebenfalls im Einkommenssteuergesetz geregelt, allerdings unter dem § 3 Art. 34a, b). Dieser Gesetzesartikel regelt Situationen in denen die Kinderbetreuung aus zwingenden, beruflich veranlassten Gründen notwendig ist., auch wenn sie im privaten Haushalt des Arbeitnehmers stattfindet. Es handelt sich also im Wesentlichen um Notfallbetreuung. Wenn beispielsweise die KiTa zu ist, oder die Tagesmutter krank aber Du als Elternteil trotzdem Dienst hast und Betreuung für dein Kind brauchst, dann ist das ein Paradebeispiel. Wenn dein Kind außerdem noch nicht 14 ist, oder unter 25 und scwer geistig oder körperlich behindert, kann dein Arbeitgeber dir diese Kosten bis zu einer Höhe von 600€ pro Jahr abnehmen und vollständig als Betriebsaufwand verbuchen. Damit fallen keine Steuern an. Wenn Du deinen Babysitter auf Yoopies buchst und online bezahlst, stellen wir dir monatlich automatisch eine Rechnung mit allen notwendigen Informationen aus, sodass Du sie deinem Arbeitgeber vorlegen kannst und er dir die Kosten erstatten und seine Ausgaben absetzen kann. Wenn die Notwendigkeit der Notfallbetreuung bei Euch im Unternehmen häufiger vorkommt, kannst Du deinem Arbeitgeber vorschlagen sich bezüglich eines Unternemensangebotes an uns zu wenden. Dann kann er dir direkt ein Buchungsguthaben zur Verfügung stellen und wir wickeln alles Übrige direkt mit ihm ab.

Minijobzentrale

Damit Betreuungsausgaben absetzbar sind, müssen sie in jedem Fall legal erbracht worden sein. Dazu muss die geleistete Arbeit angemeldet gewesen sein (in Einzelfällen auch rückwirkend möglich). Dabei kannst Du die Betreuer (Babysitter, Nannys, etc.) entweder regulär als Mitarbeiter anmelden, oder als geringfügig Beschäftigte. Letzteres trifft zu, wenn sie im Monat nicht mehr als 450€ durch ihre Tätigkeit erhalten, oder im Rahmen eines "kurzfristigen Minjobs" nicht mehr als 70 Tage im Jahr eine solche Tätigkeit verrichten. Eines von beiden trifft bei Babysittern meistens zu. In diesem Fall kannst Du die Betreuer ganz unkompliziert bei der Minijob-Zentrale anmelden, dann sind sie zudem versichert und die Dienstleistung bleibt dennoch steuerfrei.